My Great Walk To Greece

Anhängerbau

Vermutlich ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, um mit dem Verfassen des ersten Reiseberichts meiner anstehenden Reise zu beginnen.

Es ist Sonntag, der 12. Mai 2019 und ich sitze auf meinem Sofa, welches der Nachmieter meines WG – Zimmers übernehmen wird und schaue etwas wehmütig durch das fast leere Zimmer, das nur noch die Utensilien enthält, die ich auf meinen Anhänger packe und den ich Richtung Südosten, über Tschechien, Ungarn, Serbien, Montenegro und Albanien, bis hoffentlich nach Griechenland ziehen werde. So zumindest der Plan. “Die Balkanroute Rückwärts“, fragen die meisten, wenn ich von meinem Vorhaben erzähle. Teilweise stimmt das. Nur werde ich auf alle Fälle die noch von Landminen gefährdeten Gebiete umgehen, die vor allem um den Kosovo in Bosnien Herzegowina und an der Grenze zwischen Kroatien und Serbien zu finden sind. Viele Flüchtlinge hatten genau diese Wahl nicht und mussten dort durch. Aber zurück zur Reise. Ziel dieser Wanderung ist jedenfalls Griechenland. Sollte alles gutgehen, werde ich im Oktober dort sein.

Zwar ist es nicht das erste Mal, dass ich eine größere Strecke zu Fuß gehen werde, nur war aber die bisher längste Strecke, die ich gewandert bin, ungefähr halb so lang wie von Dresden nach Athen. Deshalb habe ich mich, als die Vorbereitungen begannen, dafür entschieden, mir einen Anhänger anzuschaffen, der ziehbar, regengeschützt und abschließbar ist. Aber so etwas zu finden ist schwer. Nach langen Recherchen auf Ebay-Kleinanzeigen fand ich aber das passende Modell, einen DDR – Mopedanhänger, der nur noch umgebaut, angestrichen und bemalt werden musste. Hier bin ich sehr dankbar, dass ich Unterstützung fand, alleine hätte ich das wohl nicht geschafft (siehe Bilder).

Bald geht es also los, am Samstag den 18. Mai werden mich Freunde aus der Stadt begleiten und das Wetter wird bis dahin auch wieder besser. Nichtsdestotrotz muss immer noch einiges vorbereitet werden, aber sobald ich endlich diese erste Mail an euch versendet habe, kann wieder ein Punkt von meiner To Do Liste gestrichen werden. Da fällt mir ein. Den ein oder anderen, der diese Mail erhält, hab ich nicht persönlich gefragt, ob er diese bekommen möchte. Aber eine kurze Mail reicht und ich nehme euch aus dem Verteiler. Genauso soll es aber auch andersherum sein. Liebe Leser, ich bitte euch, Freunden und Verwandten, Nachbarn, Briefträgern und jeden anderen Interessierten von meinem Vorhaben zu erzählen und ihnen meine Mailadresse zu geben. Nur eine kurze Nachricht an mich genügt und auch sie nehmen an dem Abenteuer teil, dass mir bald zuteil werden wird. Ich halte euch auf dem Laufenden (die nächste Mail erreicht euch wohl aus Prag).

1 Kommentar zu „Anhängerbau“

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