My Great Walk To Greece

Dresden bis Prag

Es ist der 23. Mai. Ich sitze in meinem Zelt auf einem Campingplatz, mein Koffer dient als Unterlage für meinen Laptop und ich habe hier W-Lan. Das erscheint mir alles irgendwie absurd.

Was gibt es zu berichten: Ich bin in Prag, endlich, ein Tag, bevor meine Tante, mit der ich die Stadt über ein langes Wochenende besuchen werde, hier sein wird. Aber das ist auch gut so. Da kann ich noch meinen Anhänger etwas sortieren und mich vorbereiten. Bisher blieb mir dafür keine Zeit. Die tägliche Routine zwischen Laufen und Schlafplatz suchen zog meine volle Aufmerksamkeit auf sich. Und abends war ich dann einfach zu müde. In den letzten Tagen bin ich täglich zwischen 35 und 40 km gelaufen, was weitaus mehr ist, als ich erwartet habe. Und die liefen sich gut. Ich muss sagen, dieser Anhänger macht so einiges leichter. Auch habe ich herausgefunden, das es bei weitem besser ist, den Anhänger zu schieben, als zu ziehen. Nur bergauf macht er etwas Probleme, aber wir gewöhnen uns schon noch aneinander. Meine Muskulatur sich an ihn und er sich, na ja, an … an mich.

Pannen hatten wir bisher noch keine, nur die Federn, die den Deckel mit dem eigentlichen Anhänger auf Spannung halten, habe ich mehrmals vergessen auszuhängen und sie so so sehr entlastet, dass sie nun unbrauchbar sind. Das ist mir in Dresden, kurz nach Aufbruch, schon zum ersten mal passiert. Glücklicherweise sind sie leicht zu ersetzten, beim nächsten Baumarkt kaufe ich Neue und dann gleich zehn auf Reserve.

Auch couch-gesurft hab ich schon (Also übers Internet die Möglichkeit für eine Übernachtung bei einer Privatperson gefunden). In Ústí nad Labem (Labem = Elbe). Da es den ganzen Tag geregnet hatte, wollte ich mein Zelt nicht im Nassen aufschlagen und es hat glücklicherweise sehr kurzfristig geklappt. Pavlina, ihr Mann und deren Kinder haben mich für eine Nacht bei sich aufgenommen. Am nächsten Tag hatte ich noch die Ehre etwas zu tun, für das mein sehr guter Freund und Jonglage-Lehrer Daniel (Leinado) Stahl sicherlich enormst stolz auf mich sein wird. Dieser bat mich außerdem, auf diesem Wege etwas Werbung für ihn und die formvollendete Kunst zu machen. Das will ich hiermit tun: Liebe Leser: Besucht die Internetseite:“ www.leinado.de “ und lernt einen der besten und charmantesten Jongleure Deutschlands kennen, der für jeglichen Anlass, ob Firmenfeier oder Geburtstag weltweit buchbar ist. Nein wirklich, seine Show ist hervorragend (Und ich habe die Internetseite Korrektur gelesen, es sollten also keine Rechtschreibfehler vorhanden sein ;-). ) Aber zurück zur Eigenwerbung: Dort hatte ich also meinen ersten Jonglageauftritt in einem Kindergarten, was von Erziehern und Kindern sehr wertgeschätzt wurde und mich selbst im Nachhinein sehr glücklich gemacht hat.

So gingen die Tage vor sich hin. Auf der letzten Etappe nach Prag hat sich dann nach zwei Tagen Regen endlich wieder die Sonne gezeigt und ich konnte mein Zelt zum Trocknen auslegen. Ein weiteres Highlight, welches mir schon an meinem zweiten Tag zuteil wurde und das ich unbedingt mit euch teilen will, war die Freude einer Gruppe Taiwanesen über meinen Anhänger. Ein Herr sprach mich auf ihn an, ich erklärte ihm bereitwillig, dass ich damit wandernd unterwegs sein, er winkte seine Reisegruppe herbei und schwuppdiwupp fand ich mich von einer Traube Asiaten umhüllt, die alle Bilder machen wollten. Nach dem Zwanzigsten bin ich dann der ganzen Szenerie entflohen.

Ach ja, da fällt mir ein, ihr seid nun schon über 100 Leser. Das macht mich sehr stolz. Und die Verantwortung in mir wächst, euch eine möglichst angenehme Mitreise zu ermöglichen. Wie gesagt. Wenn ihr jemanden kennt, der irgendjemanden kennt und der auch wiederum jemanden kennt, der gerne diese Mails erhalten möchte, gebt einfach meine Mailadresse weiter, diese Berichte sind für alle da. Die 150 schaffen wir auch noch.
Ich würde sagen, das sollte es dann auch fürs Zweite gewesen sein, es darf ja nicht alles Pulver auf einmal verschossen werden.

„Ahoi“ und „na shledanou“

1 Kommentar zu „Dresden bis Prag“

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